In jeder Organisation gibt es eine Person, die Bescheid weiß. Diese Person muss entdeckt und gefeuert werden, sonst kann die Organisation nicht funktionieren.

[Cyril Northcote Parkinson

Organisation

Klassisch wurde Organisation als Summe der in ihr organisierten Mitglieder und ihrer Beziehungen verstanden. Die allgemeine Systemtheorie versteht Organisation als eigenständiges soziales System mit eigenen Operationen und emergenten Eigenschaften.

Soziale Systeme

Organisation ist das, was Menschen sich als Kontext einhandeln, wenn sie ein gemeinsames Ziel verfolgen. Sie entsteht aus der zur gemeinsamen Zielerreichung notwendigen Kommunikation über Entscheidungen.

Wenn verschiedene Personen gemeinsam ein bestimmtes Ziel verfolgen, müssen sie Entscheidungen treffen, die zusammen passen. Eine Organisation bildet sich, wenn Entscheidungen getroffen werden, auf denen andere Entscheidungen aufsetzen können, die sich aufeinander beziehen.

Eine Gruppe von Menschen kann eine Organisation erzeugen – wie zum Beispiel eine Warteschlange beim Bäcker. Erfolgreich handeln kann eine Organisation nur, wenn die Menschen sich über etwas einig sind. Dieser Konsens heißt Vision.

Der Vorteil dieses modernen Organisationsverständnisses liegt darin, das er ihre emergenten Eigenschaften (z.B. Kultur) angemessen in Rechnung stellen kann. Eine Konsequenz der neuen Konzeption ist jedoch gewöhnungsbedürftig: Organisation besteht nicht länger aus Menschen, sondern nur noch aus Kommunikation. Die Menschen gehören daher zur Umwelt der Organisation.

Vor diesem Hintergrund wird verständlich, warum es nicht ausreicht, Menschen von der Notwendigkeit einer Veränderung zu überzeugen. Auf diese Weise erreicht man nur die Menschen, nicht aber die Organisation selbst. Damit eine Organisation sich ändert, muss sich die Kommunikation verändern, aus der sie besteht.